Kajalstift

4 03 2012

Schönheit und perfektes Aussehen – ein Ideal, das den Menschen seit Jahrtausenden begleitet. Den Augen, als Fenstern der Seele, wurde dabei von jeher besondere Aufmerksamkeit beigemessen. Groß und strahlend sollten sie sein. Klar und fesselnd ihr Blick. Hier war eindeutig im Vorteil, wer seine Augen entsprechend zu betonen wusste.

Kosmetik gestern und heute

Zu den ersten kosmetischen Verschönerungen des Menschen zählte zweifelsohne das Augen-Make-up. Als eines der ersten Schminkutensilien gilt somit der Vorläufer unseres heutigen Kajalstiftes. Der antike Kajalstift – gewöhnlich bestand er aus Holzkohle, Asche oder Rußpartikeln. Zwar war er in der Herstellung nicht eben kostspielig oder anspruchsvoll. Dafür ließ er aber auch in Sachen Haltbarkeit, Deckkraft und Verträglichkeit sehr zu wünschen übrig. Das auf Ruß basierende Augen-Make-up war wenig dauerhaft. Von Scheiß und Hautfett angelöst, verlief es auf der warmen Hautoberfläche oder wurde von einem kurzen Regenguss schlicht abgewaschen. Auch war das Auftragen des Ruß-Make-ups vergleichsweise unkomfortabel – besonders, wenn Aschepartikel direkt ins Auge gelangten.

Heute haben kosmetikbegeisterte Nutzer es wesentlich einfacher. Modernes Augen-Make-up ist in unzähligen Farben erhältlich und aufgrund seiner praktischen Stiftform bequem applizierbar. Speziell bei Kajalstiften unterscheidet man grundsätzlich zwei verschiedene Produkttypen: Zum einen die klassischen, anspitzbaren Kajalstifte und zum anderen die sogenannten Automatikstifte.

Klassikstift oder Automatikstift?

Der klassische Kajalstift in Bleistiftform besteht zumeist aus einer Holzummantelung, in deren Mitte sich die pigmentierte Mine befindet. Nachteil dieser Produktvariante: Sie muss regelmäßig angespitzt werden. Automatikstifte hingegen bestehen aus einer Plastikhülle mit Drehmechanik, in deren Schutz die Mine beweglich eingelagert ist. Beim Automatikstift entfällt das lästige Spitzen. Ist die äußere Mine abgenutzt, wird von innen einfach ein Stückchen nachgeschoben. Kleiner Nachteil dieser Variante: Der Plastikkörper ist etwas empfindlicher als die robuste Holzummantelung. Die Mine ist im Holz-Kajal daher besser vor dem Brechen geschützt. Davon abgesehen ist es beim Kajal wie im Leben generell: Nicht das Äußere zählt! Auf die inneren Werte kommt es an.

Beschaffenheit hochwertiger Minen

Eine zu harte Mine kratzt auf der empfindlichen Haut und gibt die Farbe nur schwer ab. Eine zu weiche Mine lässt sich nicht exakt applizieren und verschmiert schnell. Die Mine eines Kajals muss also eine genau definierte, feste aber flexible Konsistenz aufweisen. Zudem sollte die verwendete Pigmentmasse weder Allergene noch Chromat oder Schwermetalle beinhalten, da die sensible Augenregion bei vielen Menschen überaus empfindlich reagiert.

Auch soll die Farbschicht lange halten. Besondere Haltbarkeit versprechen sogenannte Long-Lasting-Stifte. Sie zeigen, besonders beim Kontakt mit Wasser, oft eine erstaunliche Haltbarkeit. Einen kleinen Tränenausbruch überstehen sie völlig unbeschadet. Bei sehr fettiger Haut oder beim Kontakt mit fettigen Substanzen endet allerdings auch ihre Standhaftigkeit. Der Kajalstift selbst enthält kein Wasser. Keime finden hier also keinen Nährboden. Aus mikrobiologischer Sicht ist die Verwendung eines Kajalstiftes somit unbedenklich.

Nicht nur unbedenklich, sondern überdies auch pflegend und gut durchdacht sind Kajalstifte mit Bienenwachs. Die im Bienenwachs befindlichen Öle halten die Mine im Stift cremig-weich, sodass er sich problemlos applizieren lässt. Erst nach dem Auftragen verfliegen die Öl-Anteile und die Farbschicht geht in einen haltbaren und wasserfesten Zustand über.


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