Heimwerker: Carport bauen

23 05 2012

Werkzeug zum bauen eines Carports

RainerSturm / pixelio.de

Ein Carport ist für viele Autofahrer eine kostengünstigere Alternative zu einer kompletten Garage. Während letztere sehr viel Platz, Geld und Know-How verlangen, können Allroundhandwerker in Hamburg beispielsweise einen solchen Carport auch selbst bauen, sofern sie bereits einige Erfahrung gesammelt haben. In vielen Baumärkten lassen sich vorgefertigte Bausätze erwerben, die dann selbst errichtet werden können. Besonders erfahrene Heimwerker können natürlich auch einen eigenen Entwurf verwirklichen, bei den Fertigmodellen hat man aber den Vorteil, dass diese grundsätzlich bereits bestens gegen Wind und Wetter geschützt sind. Gerade das ist äußerst wichtig, denn wer will schon, dass sein Carport unter einer Schneelast auf das Auto einstürzt?

Die fertigen Varianten in den Baumärkten gibt es in der Regel in verschiedenen Ausführungen. So kann man etwa auch einen Doppel-Carport für zwei Autos kaufen oder einen, der gleichzeitig mit einem kleinen Abstellschuppen verbunden ist. Zudem gibt es Ausführungen, die alleinstehend sind, sowie solche, die man an eine Hauswand anbaut beziehungsweise “anlehnt”.

Ulrich Wolf, Trainer bei der Do It Yourself-Academy in Köln, gibt dennoch zu bedenken, dass man keinen Carport selbst bauen sollte, wenn man noch wenig geübt im Heimwerken ist. Denn es sind einige Faktoren zu beachten, damit die Sicherheit des Carports gewährleistet ist.
So muss dieser zum Beispiel zwingend auf einem stabilen Fundament gebaut werden, damit er sicher im Boden verankert ist. Hierbei gilt es vor allem, die Pfähle in genügend tiefe Löcher zu platzieren. Ein Loch mit einem Umfang von 120 Zentimetern sollte dabei ungefähr 70 bis 80 Zentimeter tief sein, um den Pfählen die nötige Sicherheit zu bieten. Anschließend ist es empfehlenswert, in die Löcher PE-Rohre in entsprechender Größe zu stellen und diese erst danach mit Beton aufzufüllen. Ganz besonders wichtig ist es zu guter Letzt, lange genug zu warten, bis der Beton vollständig erhärtet ist. Erst danach kann mit dem eigentlichen Bau begonnen werden.

Außerdem ist darauf zu achten, dass die Konstruktion stabil ist, auch wenn der Carport aus solidem Konstruktionsvollholz besteht. Dieses wird meistens druckkesselimprägniert, damit es vor jeglicher Witterung geschützt ist.

Des Weiteren muss man darauf achten, dass das Dach des Carports stabil ist. Bei Flachdächern empfiehlt Wolf solide Bitumen-Dachschindeln, ansonsten kann man manchmal auch leichte Kunststoffdächer verwenden. Definitiv sollte man aber darauf achten, ein Gefälle von mindestens 10 Prozent beim Montieren des Dachs zu erreichen, damit das Regenwasser gut ablaufen kann.

Erfahrene Heimwerker können also unter Beachtung dieser Regeln in der Tat sich daran begeben, selbst einen Carport zu bauen. Zusätzlich zu den hier genannten Bestimmungen sollte man aber zu allererst nach einer Baugenehmigung fragen und das Ganze mit den Nachbarn absprechen, um späteren Ärger zu vermeiden.


Aktionen

Informationen