Der Bundesliga Ball Torfabrik
7 12 2011Seit der Saison 2010/11 wird in der Bundesliga mit einem neuen Ball gespielt. Der offizielle Spielball trägt den Namen „Torfabrik“. Er wird in der kommenden Saison mit leichten Modifikationen weiter verwendet. Hergestellt und vertrieben wird der Ball von der Firma Adidas. Sie hat mit der DFL einen Fünfjahresvertrag über die exklusive Verwendung ihres Balles Torfabrik in der ersten und zweiten Liga geschlossen. Der Vertrag soll den Bundesligavereinen 25 Millionen Mehreinnahmen bringen. Neben den Sponsoringeinnahmen bedeutet die Verwendung des Balles Torfabrik aber auch eine Vereinheitlichung im deutschen Fußballsport. Zum ersten Mal kommt in der Bundesligageschichte im Profifußball ein einheitlicher Spielball zum Einsatz.
Eigenschaften des Bundesliga Balls Torfabrik
Wesentliche Eigenschaften aller im Profifußball zugelassener Bälle sind in den Richtlinien der FIFA vorgeschrieben. Alle Bälle müssen vollständig kugelförmig sein und aus Leder, Kunstleder oder einem vergleichbaren Material besten. Der Umfang darf höchstens 70 Zentimeter und mindestens 68 Zentimeter betragen. Das Gewicht des Balls darf zwischen 410 und 450 Gramm betragen. Im voll aufgepumpten Zustand darf der Druck zwischen 06, und 1,1 bar umfassen. Auch der Bundesliga Ball Torfabrik orientiert sich an diesen Vorgaben. Für ihn sind ein Umfang von 69 Zentimetern und ein Gewicht von 440 Gramm vorgesehen. Gegenüber älteren Modellen wurden die Oberflächenbeschaffenheit und die aerodynamischen Eigenschaften optimiert. Daraus ergeben sich spektakulärere Sprung- und Flugeigenschaften. Der Spielball der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, Jabulani, hat sich den Ball Torfabrik zum Vorbild genommen. Wie alle modernen Fußbälle ist auch Torfabrik ein Kunststoffball. Er besteht aus 90 Prozent thermoplastischem Polyurethan und 10 Prozent Polyurethan.
Das Design vom Bundesliga Ball Torfabrik
Für die Bundesligaspiele wird dem Ball Torfabrik ein einheitliches Design verliehen. Er ist mit roten Zierelementen auf weißem Grund versehen. Außerdem sind auf ihm das Bundesligalogo und die Vereinslogos der beiden Mannschaften, die gegeneinander spielen, zu sehen. Bei Spielen auf schneebedecktem Rasen wird eine komplett orangefarbige Variante des Balles eingesetzt, die Torfabrik Powerorange heißt.
Lob und Kritik
Die Meinungen der Bundesligaspieler und –verantwortlichen über den Ball Torfabrik sind geteilt. Einhellig gelobt wurde die Einführung eines einheitlichen Spielballs für die erste und zweite Liga, wodurch eine bessere Vergleichbarkeit gewährt wird. Kritik wurde dagegen an den Sprung- und Flugeigenschaften des Balles laut. Er sei zu leicht und neige zum Hoppeln und Flattern. Seine Flugbahn sei für Spieler und Torhüter schwer zu berechnen. Darauf dass der Ball Torfabrik den Ablauf von Fußballspielen, beispielsweise durch mehr Torwartfehler, beeinflussen könnte, deutet im Moment aber nichts hin. Die Spieler haben sich überwiegend an die Eigenschaften des neuen Balls gewöhnt. Und auch bei Freizeitfußballern wird die Torfabrik immer beliebter. Den Ball gibt es für unter 80 Euro im Handel zu kaufen.